HEPPINGEN. Die Ahrweine sind in der Republik einfach Spitze, das wurde nun wieder hochoffiziell bestätigt. Mit dem Gewinn der wohl höchsten deutschen Auszeichnung für Weine, dem „Deutschen Rotweinpreis 2009", für einen 2007er Neuenahrer Sonnenberg Frühburgunder wurde jetzt erneut bescheinigt, dass das Weingut Burggarten von Paul-Josef Schäfer und den Söhnen Heiko, Michael und Andreas Schäfer aus Heppingen zu den Spitzenweingütern der Republik zählt.
Am heutigen Samstag werden die Schäfers den begehrten, von der
Zeitschrift „Vinum" ausgesetzten Spitzenpreis in der
Schlossgartenhalle von Ettlingen in Empfang nehmen. Über 1270
Topweine, eingeteüt in zehn Kategorien, wurden zur Bewertung für
den Rotweinpreis eingereicht. Der Wein vom Neuenahrer Sonnenberg
des Weingutes Burggarten, der es auf 89 Grad Öchsle brachte, über
ein sehr intensives Bouquet verfügt und lange im Nachhall ist,
überzeugte die Juroren auf besondere Weise und gewann die ebenso
außergewöhnliche wie hohe Auszeichnung in der Kategorie
„Frühburgunder".
Für Paul-Josef Schäfer und seine Söhne ist das keine Eintagsfliege,
denn bereits 2008 konnten sie mit ihrem 2006er Qualitätswein
„Veroso" den Deutschen Rotweinpreis in der Kategorie „Cuvées"
gewinnen. Ein toller Erfolg war auch die Kammerweinprämierung 2009
der IHK-Koblenz. Dort belegten seine Spätburgunder gleich die
ersten drei Plätze.
Die eigentliche Auszeichnung durch den Deutschen Rotweinpreis
besteht weniger in Urkunde und Pokal, sondern in der folgenden
ausführlichen Berichterstattung über das Weingut Burggarten in der
Zeitschrift „Vinum". Sie wird von Weinkennern und Abnehmern
bundesweit gelesen und ist besonders ab-satzfördernd. Innerhalb von
knapp 25 Jahren hat Paul-Josef Schäfer sein Weingut in die deutsche
Spitzenklasse geführt. 1985 kaufte er als damaliger
Genossenschaftswinzer das Anwesen Burggarten, den ehemaligen Sitz
der Winzergenossenschaft Heppingen, die schon nach dem Ersten
Weltkrieg aufgelöst wurde.
Er dehnte die Rebflächen immer mehr aus, entwickelte seinen eigenen
Qualitätsan¬bau und kümmerte sich um ein zeitgemäßes Marketing.
Etwa 80 Prozent seiner Jahresproduktion von mehr als 120 000
Flaschen verkauft er ab Hof. Jede Menge Auszeichnungen und
Prämierungen hat er in all' den Jahren bekommen. Sie alle sind in
den Räumen des Weingutes sorgfältig aufbewahrt und dokumentieren
den Weg zum Erfolgsweingut. (tar)







